BRIGHT und Universität Stuttgart für eine nachhaltige Luftfahrttechnologie

28. April 2026

Mit einem aktuellen Projekt für das Institut für Luftfahrtantriebe an der Universität Stuttgart (ILA) zeigt BRIGHT eindrucksvoll, wie innovative Wasserstofftechnologie in bestehende Testinfrastrukturen integriert werden kann. Im dortigen Höhenwindkanal sollen Flugzeugtriebwerke künftig auch mit alternativen Kraftstoffen getestet werden.

Der Kunde, das ILA Stuttgart, betreibt einen Höhenwindkanal, in dem Triebwerke unter realistischen Umweltbedingungen geprüft werden. BRIGHT unterstützt das Institut dabei, den Schritt in Richtung nachhaltigerer Antriebstechnologien zu gehen.

An die Ingenieure von BRIGHT wurde die Aufgabe gestellt, eine bestehende Prüfstandsinfrastruktur so zu erweitern, dass Brennkammern künftig auch mit Wasserstoff getestet werden können. Es geht praktisch um den Aufbau und die Regelung der Wasserstoffversorgung. Eine hochspezifische und gleichzeitig komplexe Aufgabe, die nach einer engen Abstimmung zwischen Verfahrenstechnik, Automatisierung und Kundenanforderungen verlangt. erklärt Philipp Riexinger von BRIGHT und erzählt von einer der besonderen Herausforderungen des Projekts: die Umschaltung zwischen den Betriebsmodi. „Wir mussten eine Anlage bauen, die sicherstellt, dass wir schrittweise testen können, ohne dass die Temperaturregelung darunter leidet.“Zur Lösung setzte das Team von BRIGHT auf eine innovative Rezirkulationsleitung, wo man den Wasserstoff im Kreis zirkulieren lässt und über die Rohrleitungen auf die notwendigen Temperaturen bringt, bevor er an das Triebwerk geht.

Bild: Philipp Riexinger

Entscheidend für das Ergebnis ist laut Riexinger die enge Verzahnung der verschiedenen technischen Disziplinen, also die Schnittstellen zwischen Regelung, Steuerung und Verfahrenstechnik. „Nur wenn man die Felder zusammen denkt, bekommt man am Ende ein funktionierendes Gesamtkonstrukt.“ Das Projekt startete Anfang 2025 und wird von einem interdisziplinären BRIGHT‑Team aus Verfahrenstechnik, Automatisierung und Steuerung betreut. Unterstützung erhält BRIGHT von Christian Perdok von Perdok Engineering.

Bild: Philipp Riexinger, Christian Perdok

Momentan ist das Team mitten in der Inbetriebnahme mit Stickstoff, was in den nächsten Wochen abgeschlossen sein soll. Anfang Juli soll die neue Brennkammer kommen. Dann wird dank der Expertise von BRIGHT am ILA tatsächlich mit Wasserstoff getestet.