• 1 mA

    Auflösung

  • ±750 A

    Spitzenstrom

  • ±225 A

    Dauerstrom

  • ±60 V

    Spannung

Ruhestrom messen im Fahrzeug – aufgelöst bis 1 mA

Ruhestrom misst man im Fahrzeug am zuverlässigsten mit einem fest eingebauten Shunt-Sensor, der über Stunden oder Tage mitloggt. Der PowerTrace HCS 75060 löst dabei Ströme bis 1 mA auf und sendet die Messwerte direkt auf CAN.

Der Ruhestrom ist der Strom, den ein Fahrzeug bei abgestelltem Motor und verriegeltem Zustand aus der Batterie zieht. Moderne Fahrzeuge haben dafür ein festes Ruhestrombudget, das im Milliampere-Bereich liegt. Wird es überschritten, ist die Batterie nach einigen Tagen Standzeit leer.

Typische Messaufgaben in der Entwicklung:

  • Einschlafverhalten der Steuergeräte nach dem Abstellen prüfen (Steuergeräte-Nachlauf)
  • Ungewollte Aufwachereignisse im Bordnetz finden
  • Ruhestromverbraucher identifizieren, die die Batterie leer ziehen
  • Ruhestrombudget je Fahrzeugvariante und Ausstattung nachweisen
Typischer Verlauf beim Ruhestrom messen (schematisch, keine Messung): Nach dem Abstellen schlafen die Steuergeräte stufenweise ein, bis der stabile Ruhestrom erreicht ist. Einzelne Aufwachereignisse zeigen sich als kurze Spitzen.
Typischer Verlauf beim Ruhestrom messen (schematisch, keine Messung): Nach dem Abstellen schlafen die Steuergeräte stufenweise ein, bis der stabile Ruhestrom erreicht ist. Einzelne Aufwachereignisse zeigen sich als kurze Spitzen.

Warum Multimeter und Stromzange hier an Grenzen stoßen: Beim Abklemmen der Batterie zum Einsetzen eines Messgeräts wachen viele Steuergeräte auf. Die Messung muss dann von vorn beginnen. Stromzangen lösen kleine Ströme oft nicht fein genug auf und sind nicht für den dauerhaften Einbau gedacht. Ein fest verbauter Shunt misst dagegen ohne Unterbrechung, auch über mehrere Tage.

So sieht der Messaufbau mit PowerTrace aus: Der Sensor wird einmal in die Batterieleitung eingebaut und bleibt dort. Über CAN fließen Strom und Spannung in Ihren bestehenden Datenlogger, zum Beispiel von Vector oder CSM. Weil derselbe Sensor auch ±750 A misst, können Sie direkt danach den Motorstart aufzeichnen, ohne umzubauen.

Messaufbau mit PowerTrace (schematisch): Der Sensor sitzt fest in der Batterieleitung und sendet Strom und Spannung über CAN an den vorhandenen Datenlogger. Ruhestrom und Startstrom werden am selben Messpunkt erfasst.
Messaufbau mit PowerTrace (schematisch): Der Sensor sitzt fest in der Batterieleitung und sendet Strom und Spannung über CAN an den vorhandenen Datenlogger. Ruhestrom und Startstrom werden am selben Messpunkt erfasst.

Startstrom und Anlasserstrom messen – auch beim Kaltstart bei −40 °C

Den Startstrom bzw. Anlasserstrom misst der PowerTrace HCS 75060 bis ±750 A Spitze und ±225 A dauernd, mit einer Abtastrate bis 1 kHz. Gleichzeitig zeichnet er den Spannungseinbruch im Bordnetz bis ±60 V auf.

Beim Motorstart zieht der Anlasser für kurze Zeit den höchsten Strom im gesamten Niedervolt-Bordnetz. Bei Kälte steigt dieser Anlasserstrom deutlich, weil Öl zäher und die Batterie schwächer wird. Wer den Startstrom misst, sieht, ob Batterie, Leitungen und Absicherung für den Kaltstart ausreichen.

Typische Messaufgaben:

  • Startstrom und Spannungseinbruch beim Kaltstart in der Wintererprobung bei bis zu −40 °C
  • Lastspitzen beim Wiederstart von Start-Stopp-Systemen
  • Absicherung und Leitungsdimensionierung im 12-, 24- und 48-V-Bordnetz
  • Anlasserstrom im Dauerlauf über viele Startzyklen

Robust für die Erprobung: Das IP67-Gehäuse und der Temperaturbereich von −40 bis +85 °C erlauben den festen Einbau im Erprobungsfahrzeug, auch in der Kältekammer und im Wintertest.

Einsatzgrenze: Sehr schwere Nutz- und Sonderfahrzeuge können beim Kaltstart über 750 A ziehen. Sprechen Sie uns an, wir prüfen Ihre Messaufgabe vorab.

Ruhestrom und Startstrom am selben Messpunkt – ein Sensor statt zwei

Wer Ruhestrom und Startstrom messen will, braucht heute meist zwei Sensoren oder zwei Messbereiche. PowerTrace misst beides am selben Messpunkt, ohne Umbau und ohne Bereichsumschaltung.

Ein großer Messbereich für Lastspitzen geht bei Stromsensoren üblicherweise zulasten der Auflösung. Feine Ströme im Milliampere-Bereich werden dann unsichtbar. Der PowerTrace HCS 75060 löst diesen Konflikt: Er kombiniert einen Feinstrombereich mit 1 mA Auflösung und einen Messbereich bis ±750 A in einem Gerät.

Was das für Ihre Erprobungsflotte bedeutet:

160Sensoren mit zwei Sensoren je Messpunkt (20 Fahrzeuge × 4 Messpunkte)80Sensoren mit PowerTrace, plus weniger Verkabelung, Logger-Kanäle und Einbauzeit

Passt in bestehende Messketten: PowerTrace sendet direkt auf CAN und lässt sich in Vector-, CSM- und andere Datenlogger einbinden. Ein Systemwechsel ist nicht nötig.

Vorteile auf einen Blick

  • Großer Dynamikbereich: Feinauflösung bis 1 mA und Spitzenströme bis ±750 A in einem Sensor
  • Robustes IP67-Gehäuse für raue Umgebungen
  • Flexible CAN-Parametrierung, Abtastrate bis 1 kHz
  • Kompakte Bauform (ca. 30 × 44 × 85 mm) für einfache Integration bei wenig Bauraum
  • Belastbarer Dauerstrom bis ±225 A
  • Präzise: ±0,5 bis 1 % im Dauerstrombereich
  • Software individuell anpassbar, passend zu Ihrer Messaufgabe
  • Weiter Temperaturbereich: −40 °C bis +85 °C

Wo PowerTrace eingesetzt wird

PowerTrace ist für Entwicklung, Erprobung und Prüfstand im Niedervolt-Bordnetz bis ±60 V ausgelegt.

  • Bordnetz-Entwicklung und Energiemanagement: Ruhestrombudgets nachweisen, Lastprofile von Steuergeräten aufzeichnen, Absicherung prüfen.
  • Erprobungsflotten und Dauerlauf: Fest verbaut, IP67, Messwerte über CAN in den Fahrzeuglogger, vom Ruhestrom bis zum Startstrom.
  • Winter- und Kälteerprobung: Anlasserstrom und Spannungseinbruch beim Kaltstart bis −40 °C messen.
  • 48-V-Mild-Hybride und Start-Stopp: Lastspitzen und Wiederstart im 48-V- und 12-V-Netz.
  • Nutz-, Sonder- und Behördenfahrzeuge: Zusatzverbraucher im 24-V-Bordnetz, Batterieentladung im Stand.
  • Silent Watch bei Militärfahrzeugen: Ruhe- und Standby-Verbrauch von Funk und Sensorik bei stehendem Motor im 28-V-Bordnetz.
  • Prüfstand und HiL: Strom und Spannung als CAN-Signal direkt in die Prüfautomatisierung.

Nicht geeignet für: Hochvolt-Systeme über 60 V und galvanisch getrennte Messung.

Technische Daten des PowerTrace HCS 75060

PowerTrace HCS 75060 Stromsensor im Größenvergleich mit einer AAA-Batterie

Kompakt: etwa so hoch wie eine AAA-Batterie

Das Gehäuse des PowerTrace HCS 75060 ist kaum höher als eine handelsübliche AAA-Batterie. So passt der Sensor auch dort ins Fahrzeug, wo wenig Bauraum ist, zum Beispiel direkt an der Batterie.

ca. 30 × 44 × 85 mm (inkl. Shunt)

Parameter Wert
Modell PowerTrace HCS 75060
Messprinzip Shunt
Auflösung Feinstrombereich 1 mA
Spitzenstrom ±750 A
Dauerstrom ±225 A max.
Spannungsmessbereich ±60 V
Versorgungsspannung 6–32 V
Geeignete Bordnetze 12 V, 24 V, 48 V
Toleranz ±0,5 bis 1 % im Dauerstrombereich
Abtastrate bis 1 kHz
Schnittstelle CAN, konfigurierbar
Schutzart IP67
Betriebstemperatur −40 bis +85 °C
Abmessungen ca. 30 × 44 × 85 mm (inkl. Shunt)

Häufige Fragen zum Ruhestrom und Startstrom messen

Wie misst man den Ruhestrom im Fahrzeug richtig?

Den Ruhestrom misst man am besten mit einem fest in die Batterieleitung eingebauten Shunt-Sensor, der über mehrere Stunden aufzeichnet. Nach dem Einbau sollte der Stromkreis nicht mehr unterbrochen werden, sonst wachen Steuergeräte auf. Ausgewertet wird der stabile Wert, sobald alle Steuergeräte eingeschlafen sind. Der PowerTrace HCS 75060 löst dabei bis 1 mA auf und sendet die Werte über CAN an den Datenlogger.

Wie hoch darf der Ruhestrom im Fahrzeug sein?

Das zulässige Ruhestrombudget legt der Fahrzeughersteller fest. Es hängt von Batteriekapazität, geforderter Standzeit und Ausstattung ab und liegt bei modernen Pkw meist im Milliampere-Bereich. Um das Budget sicher nachzuweisen, braucht der Sensor eine Auflösung im einstelligen Milliampere-Bereich. Der PowerTrace HCS 75060 löst Ströme ab 1 mA auf.

Wie misst man den Startstrom bzw. Anlasserstrom beim Kaltstart?

Startstrom und Anlasserstrom misst man mit einem Sensor in der Batterieleitung, der kurze Spitzen von mehreren hundert Ampere schnell genug erfasst und bei Minustemperaturen arbeitet. Der PowerTrace HCS 75060 misst bis ±750 A Spitze mit bis zu 1 kHz Abtastrate. Er zeichnet den Spannungseinbruch bis ±60 V mit auf und ist bis −40 °C einsetzbar.

Kann ein Sensor Ruhestrom und Startstrom gleichzeitig messen?

Ja. Der PowerTrace HCS 75060 löst im Feinstrombereich Ströme ab 1 mA auf und misst zugleich Spitzen bis ±750 A. Ruhestrom und Startstrom lassen sich so am selben Messpunkt erfassen, ohne Umbau und ohne zweiten Sensor. In Erprobungsflotten halbiert das die Zahl der benötigten Sensoren.

Wie wird PowerTrace in Vector- oder CSM-Messketten eingebunden?

PowerTrace sendet Strom und Spannung direkt als CAN-Botschaften. Die Signale lassen sich in Datenlogger und Messsoftware von Vector, CSM und anderen Herstellern einbinden. Botschaften, IDs und Baudrate sind konfigurierbar. Ein separates Messmodul ist nicht nötig.

Was ist der PowerTrace HCS 75060?

Der PowerTrace HCS 75060 von BRIGHT ist ein shunt-basierter CAN-Strom- und Spannungssensor, der Ströme ab 1 mA auflöst und Spitzen bis ±750 A misst (±60 V, IP67, −40 bis +85 °C). Damit ersetzt er in 12-, 24- und 48-V-Bordnetzen die sonst üblichen zwei Sensoren für Ruhestrom und Startstrom. Er ist für Entwicklung, Erprobung und Prüfstand ausgelegt.

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Leihsensor mit Konfigurationsdaten und Kurzeinweisung. Wir nehmen Ihre Messaufgabe gemeinsam auf und werten die Ergebnisse mit Ihnen aus.

Peter Hautke, Sales & Operations E/E bei BRIGHT, klärt mit Ihnen Messaufgabe, Einbau und Einbindung in Ihre Messkette.

Peter Hautke, Sales & Operations E/E bei BRIGHT

Peter
Hautke

Sales & Operations E/E

Mobil: +49 171 836 31 08

Stand: Oktober 2026

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